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REGION Nachgedacht ... (250)

Adventsserie Teil 2 - Familienfest ?! ... - Gedanken von Christina Lander

Geboren 1988 in der osthessischen Bischofsstadt Fulda, neun Jahre katholisch-private Schulausbildung – so war der Weg zum Theologie-studium für sie vorbestimmt und beschlossen. Christina Lander studierte Germanistik und Theologie in der nächsten Bischofsstadt Paderborn. Nach dem Referendariat ging sie in den Schuldienst und arbeitet seit 2013 als Kolumnistin bei OSTHESSEN|NEWS.DE . Sie selbst bezeichnet sich als liberal-theologisch und kommentiert in der Serie NACHGEDACHT Dinge des Alltags aus ihrer persönlichen Sicht.

10.12.17 - In der nun angebrochenen Adventszeit kümmere ich mich in einer vierteiligen Serie um das Thema Advent und Weihnachten, denn ich weiß, dass viel Halbwissen und wenig Konkretes zu einem der wichtigsten Feste im Christentum kursieren. Fragt man auf dem Weihnachtsmarkt eine beliebige Menge an Menschen – auch ich habe das schon in einem Nachgedacht-Video im Jahr 2014 getan – was für sie Weihnachten bedeutet, dann gibt es eine Top-Drei, die da lautet: Besinnlichkeit, Familienfest, Geschenke. Genau diese Antworten möchte ich nun in einer Serie näher beleuchten. Alle vier Nachgedacht zusammen sollen auf das Thema einen neuen Blick schenken, die Texte werden sich ergänzen und angeschnittene Themen konkretisieren. Heute starten wir mit der ersten der drei Topantworten: Familienfest.

Wir werden gerade medial überschüttet: Lebensmitteldiscounter, Onlineshops und Werbung möchten uns das Weihnachtsgefühl mitverkaufen und ganz oben auf der Marketingliste steht: Emotionen wecken. Ein Lebensmittelmarkt punktet gerade mit einer Mutter, die auf ihren Sohn wartet, welcher sich auf dem Weg zum familiären Weihnachtsfest befindet. Zuhause warten alle auf den jungen Mann, der dann nach seiner Ankunft an einem reich gedeckten Tisch Platz nehmen und die Köstlichkeiten genießen darf, die während seiner Reise zubereitet wurden.

Die Werbung erfreut uns, ein Sohn kommt wieder nach Hause, die Familie ist an Weihnachten vereint. Das allein finde ich schon wirklich toll, aber es fehlt für mich einfach etwas. Weihnachten wird uns immer mehr als pompöses Fest verkauft, an dem das Styling, das Essen und die Atmosphäre perfekt sein müssen. Und im besten Fall ist das ein Tag, an dem die Familie sich wieder einmal trifft - man möchte mit seinen "Lieben" zusammen sein.

Doch geht das nicht an dem, was Weihnachten von uns abverlangt, auch ein bisschen vorbei? Sollen wir uns wirklich in unserer Wohlfühlzone den Bauch vollschlagen, um dann einmal jährlich in die Kirche zu spazieren und den lieben Christen zu spielen? Das sind harte Worte, aber Weihnachten allein als Familienfest zu verkaufen, reicht einfach nicht. Wir sollen unsere Herzen an Weihnachten öffnen und dort Menschen hinein lassen, die wir vielleicht abgeschrieben haben. Wir sollen vielleicht auch einmal unser Haus für Menschen öffnen, die es nicht so gut wie wir haben.

Was sollen denn nur Menschen sagen, die keine Familie zum Feiern haben? Gerade für die Einsamen, die Verletzten, die Traurigen ist Weihnachten das Fest aller Feste, weil da jemand für sie kommt, der ihre einsamen Herzen wieder erfüllen möchte. Nehmen wir uns doch einmal vor, uns an Weihnachten von dem kleinen Kind berühren zu lassen, um dann andere Menschen tief zu berühren. (CHRISTINA LANDER) +++


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