KÜNZELL "Metallbau Schütz"-Chef geschockt

Großbrand zerstört in vier Stunden alles: "Weiß nicht, wie es weitergehen soll"

03.09.19 - Ratlos läuft Helmut Schütz auf seinem Firmengelände in Künzell auf und ab. Ein Großbrand hat in der Nacht zum Montag alles zerstört, was er in 14 Jahren aufgebaut hat. Aus bislang unbekannter Ursache schlugen gegen drei Uhr Flammen aus der Firmenhalle von "Metallbau Schütz". Eine Zeitungsausträgerin hat das Feuer entdeckt und beim Grundstücksbesitzer "Sturm geklingelt". Dieser alarmierte sofort die Feuerwehr.

Mit rund 130 Einsatzkräften aus der Gemeinde Künzell, aus Petersberg und der Drehleiterbesatzung aus Fulda kämpften sie gegen die Flammen an. Zusammen konnten sie verhindern, dass die Flammen auf die unmittelbar benachbarte Tennishalle und einen weiteren Teil des Hallenkomplexes überschlugen.

Die Lagerhalle ist komplett abgebrannt Fotos: Henrik Schmitt

Fotos: Hans-Hubertus Braune und Henrik Schmitt

Der Großbrand zerstörte das komplette Firmengelände

Auch ein Übergreifen auf Treibstofftanks konnte verhindert werden. Sechs Landwirte aus der Region unterstützten die Löscharbeiten und brachten Löschwasser in Güllefässern an die Einsatzstelle. Über lange Wegstrecken musste die Wasserversorgung aufgebaut werden. Am Morgen war der Brand dann unter Kontrolle. Da das Gebäude einsturzgefährdet war, musste ein Bagger angefordert werden. Dieser beseitigte die Wandelemente, damit die Feuerwehren weitere Glutnester löschen konnten.

Von der Firma Metallbau Schütz ist nichts mehr übrig. "Das kann man nicht in Worte fassen, was passiert ist. Ich habe im Moment keinen Plan, wie es weitergehen soll, muss ich ehrlich sagen", so Geschäftsführer Helmut Schütz im OSTHESSEN|NEWS-Gespräch.

Sein Unternehmen beschäftigt sieben Mitarbeiter. Sie stellen unter anderem Terrassenteile und Wintergärten her. "Das ist alles, was ich in 14 Jahren hergestellt habe. Und vier Stunden hat es gebraucht, um all das zu zerstören", sagt Schütz. Die Schadenshöhe wurde von der Polizei auf 1,2 Millionen Euro geschätzt. Brandermittler werden im Laufe des Montags ihre Arbeit aufnehmen, um herauszufinden, wieso es zu dem Großbrand gekommen war.

Reiner Kremer, Erster Beigeordneter der Gemeinde Künzell, dankt auch im Namen von Bürgermeister Timo Zentraf, der sich auf dem Weg in den Urlaub befindet, den Feuerwehrleuten: "Es ist ihnen sehr hoch anzurechnen, wie sie sich engagieren und über Stunden den Brand bekämpft haben." Vor wenigen Woche hat es in einem nahegelegenen Kindergarten an einer Außenfassade gebrannt. Ursache dort war Brandstiftung. Kremer hofft, dass es nicht wieder Brandstiftung war und ein Feuerteufel sein Unwesen in Künzell treibt. (Hans-Hubertus Braune) +++


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