Heribert Übelacker (l) bei seiner Amtseinführung mit Bürgermeister Jochen Vogel (r) - Foto: Privat

BAD BRÜCKENAU "Damit habe ich nicht gerechnet"

Übergangsweise: Wieso Soldat Heribert Übelacker jetzt im Rathaus sitzt

08.11.23 - Anfang Oktober gab Jochen Vogel "die mit Abstand schwerste Entscheidung" seines Lebens bekannt. Der Bad Brückenauer Bürgermeister muss sein Amt aufgrund seiner Covid-Langzeitfolgen niederlegen. Ein Schock für alle. Wie geht es jetzt weiter?

Seit Mai 2020 lenkt Vogel die Geschicke der Verwaltung in Bad Brückenau, zuvor für 18 Jahre in Motten (Landkreis Bad Kissingen). Jetzt - mit 51 Jahren - versucht er in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Grund dafür ist eine Covid-Infektion mit Langzeitfolgen.

"Nach meiner Bekanntgabe haben mich viele Genesungswünsche erreicht", erzählt er im OSTHESSENlNEWS-Interview. Es gebe viel Bedauern, aber auch viel Respekt. Schon jetzt merke er: "Die Ruhe tut mir gut. Ich kann mich auf mich und meine Gesundheit konzentrieren." 

Bürgermeister Jochen Vogel ist krank Archivfoto: ON/Hendrik Urbin

3. Bürgermeister Heribert Übelacker Foto: Privat

Zum 1. Januar 2024 habe er einen Antrag auf dauerhafte Dienstunfähigkeit gestellt. Bis der zuständige Amtsarzt vom Gesundheitsamt Bad Kissingen aber eine Entscheidung treffen kann, muss unter anderem ein Gutachten erstellt werden. "Am Mittwoch habe ich den nächsten Termin."

Im Rathaus ist Vogel also seit Anfang Oktober nicht mehr anzutreffen. Seine beiden Stellvertreter, Jürgen Pfister (2. Bürgermeister) und Heribert Überlacker (3. Bürgermeister) leiten aktuell die Geschicke der Stadt. Und das ist für alle "eine große Herausforderung". 

Soldat springt als Bürgermeister ein

"Die Nachricht von Jochen Vogel hat mich wie ein Schlag getroffen", gesteht Heribert Übelacker. Der 54-Jährige ist Vollzeit-Soldat bei der Bundeswehr in Wildflecken. Im Juli 2023 wurde er von den Mitgliedern des Stadtrats zum 3. Bürgermeister gewählt. "Jetzt teile ich mir die Termine und Aufgaben mit Jürgen Pfister auf", erklärt er gegenüber OlN. Dafür werde er von seinem Arbeitgeber freigestellt, "das bedeutet aber eine Mehrarbeit und viele Überstunden, da ich das nachholen muss".

Die Folgen des Rücktritts von Bürgermeister Vogel seien für die Bürger bislang kam spürbar. Dennoch stehe für alle Beteiligten fest: Das ist keine Dauerlösung. Man warte auf die Entscheidung des Amtsarztes, denn erst danach könne eine Bürgermeister-Neuwahl in die Wege geleitet werden. (nb) +++

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