Nach tegut aus hofft die Gemeinde auf Unterstützung der Bürger für einen Tante-Enso-Standort in der Edith-Stein-Straße. - Fotos: Justin Klenner

PETERSBERG Infoveranstaltung am 4. November

Tante Enso als Nachfolger für Tegut? Gemeinde wirbt um Unterstützung

28.10.26 - In Petersberg (Kreis Fulda) wächst die Hoffnung auf eine neue Nahversorgungslösung für den von der Schließung bedrohten Tegut-Standort in der Edith-Stein-Straße. Die Gemeinde unterstützt die Ansiedlung eines "Tante Enso"-Marktes und wirbt derzeit aktiv um Bürgerinnen und Bürger, die sich an dem genossenschaftlich organisierten Konzept beteiligen.

Konzept setzt auf Bürgerbeteiligung

"Tante Enso" versteht sich als moderner Nahversorger und verbindet einen klassischen Supermarkt mit digitalen Elementen. Kundinnen und Kunden können mit einer speziellen Karte rund um die Uhr einkaufen. Während festgelegter Zeiten ist zudem Personal vor Ort. Das Sortiment umfasst mehrere tausend Artikel, darunter auch regionale Produkte. Deutschlandweit betreibt das Unternehmen bereits zahlreiche Standorte.

Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes. Archivfoto: O|N

Nach Eröffnungen in Schmalnau und Poppenhausen könnte nun auch Petersberg einen "Tante Enso"-Markt erhalten. Voraussetzung für die Ansiedlung ist jedoch die Unterstützung der Bevölkerung: Erst wenn ausreichend Menschen Genossenschaftsanteile erwerben, wird das Projekt umgesetzt. Ein Anteil kostet 100 Euro. Die Teilhaber erhalten Mitspracherechte bei der Gestaltung des Marktes sowie finanzielle Vorteile wie Einkaufsguthaben und mögliche Rückvergütungen.

600 Teilhaber werden gesucht

Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes hatte bereits in der Gemeindezeitung für das Vorhaben geworben. Hintergrund ist die Suche nach einer langfristigen Nachfolgelösung für den Lebensmittelmarkt in der Edith-Stein-Straße. Nach Angaben der Gemeinde könnte ein "Tante Enso"-Markt nicht nur die Nahversorgung sichern, sondern auch als Treffpunkt und Dienstleistungsstandort dienen. Ziel sei es, die wohnortnahe Versorgung dauerhaft zu erhalten.

Die Enso-Gruppe ist genossenschaftlich organisiert. Für jeden neuen Standort müssen sich genügend Menschen an der Genossenschaft beteiligen. Für den Markt in der Edith-Stein-Straße werden 600 Teilhaber gesucht, die jeweils einen Anteil im Wert von 100 Euro erwerben. "Die Idee hinter Tante Enso überzeugt mich als Bürgermeisterin, da mir der Erhalt unserer Infrastruktur ein wichtiges Anliegen ist", schreibt Brandes in der Gemeindezeitung.

Am 4. November laden die Gemeinde und die Enso-Gruppe zu einer Informationsveranstaltung ein. Dort soll das Konzept vorgestellt werden, zudem haben Interessierte die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ob der Markt tatsächlich Realität wird, hängt nun davon ab, ob ausreichend Genossenschaftsanteile gezeichnet werden. (jk) +++

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