16.10.26 - Allgemeines Aufatmen in der Region, nachdem die Zukunft der überwiegenden Zahl der Tegut-Märkte durch die Übernahme von Rewe, Edeka und Tante Enso nach dem grünen Licht des Bundeskartellamts gesichert ist. Wie berichtet, kann Edeka den Hauptanteil von 178 Regutmärkten übernehmen, während an Rewe - wie jetzt seit kurzem bekannt ist - 38 Filialen in Hessen, Bayern, Thüringen und Niedersachsen gehen werden. Ausgenommen von dieser Genehmigung der Bundesbehörde sind die Tegut-Standorte in Schlüchtern und Marburg. Rewe darf diese Standorte laut der Bundesbehörde vier Jahre lang weder kaufen noch mieten.

Daen Hauptanteil mit 178 Märkten hat sich Edeka gesichert
Auch der Tegutladen am Niedertor in Hünfeld darf aus Wettbewerbsgründen nicht von Edeka übernommen werden, so das Bundeskartellamt. Doch für 20 weitere Tegut-Märkte ist die Zukunft weiter ungewiss, nachdem sich noch kein Interessent gemeldet hat.
Ganz aktuell ist die Meldung, dass Edeka 35 Teo-Märkte an den Smart-Store-Betreiber Yobsti weitergeben wird. Das Mannheimer Unternehmen will die Standorte bereits Anfang November unter eigenem Namen wiedereröffnen. Edeka beliefert die bisherigen Teo-Märkte dann auch mit Produkten der Eigenmarke Gut & Günstig. Das meldet die "Lebensmittel Zeitung".
Insgesamt herrscht Erleichterung in der Region darüber, dass es weitergeht und die Angestellten nach dem Rückzug von Migros Zürich nicht auf der Straße stehen. Konkret werden von der Rewe-Gruppe die Tegut-Märkte in Bad Hersfeld, Heinrich-von-Stephan-Straße 4, Bebra, Lindenallee 1–3, Dipperz, Gewerbepark 5, Eichenzell, Rhönhof 28, Fulda, Maberzeller Straße 45, Fulda-Haimbach, Merkurstraße 16–20, Lauterbach, An der Leimenkaute 3, und Petersberg, Josef-Damian-Schmitt-Straße 1a übernommen.

Jetzt kommt auch Rewe bei 38 Filialen zum Zug
Noch keine Käufer für die Filialen in Horas und das Quartier in der Bahnhofstraße
Weiter unklar ist die Zukunft aber bisher für den Tegut-Markt in Fulda-Horas in der Schlitzer Straße und das gut frequentierte Tegut-Quartier in der Bahnhofstraße: Denn für diese Filialen haben sich bisher bedauerlicherweise noch keine Käufer gefunden. Wir haben bei der Tegut-Pressestelle nachgefragt, wie es denn damit nun weitergeht. Die Pressestelle schreibt: "Die Veräußerung von Tegut ist noch nicht abgeschlossen. Standorte, für die bisher noch kein Erwerber gefunden wurde, werden in einem weiteren und aktuell laufenden Bieterverfahren vergeben. Deshalb können keine verbindlichen Auskünfte zu diesen Filialen erteilt werden. Bis zur Übernahme bleiben die Läden unverändert geöffnet." Ziel der Migros Zürich sei der vollständige, geordnete Rückzug aus dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Unternehmensbereiche, die nicht an einen Erwerber übergingen wie die Zentrale, würden im Rahmen des vereinbarten Interessenausgleichs und Sozialplans abgewickelt. "Zu weiteren Details, Verhandlungsständen oder Zeitplänen äußern wir uns, sobald Entscheide getroffen wurden. Die Schließung der Zentrale in Fulda ist per 31.3.2027 angesetzt", so die Pressestelle.
Schon jetzt werden die Mitarbeiter von den neuen Inhabern für die Übernahme geschult, denn die Kassen und die Bestellsysteme unterscheiden sich natürlich. Und schon Ende des Monats geht es für die übernommenen Filialen Schlag auf Schlag: Schon am 30. Oktober werden alle bisherigen Tegut-Filialen geschlossen. Am nächsten Tag ist große Inventur angesetzt, es folgt die Neueröffnung unter neuem Namen dann am 5. November. (ci)+++ 
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