Zerstörung in Frankfurt nach der Demo-Eskalation - Foto: 5Vision News

WIESBADEN/FRANKFURT 54 Tatverdächtige bekannt

Gen-Z-Demo in Frankfurt: 18-jähriger Syrer in U-Haft

02.11.26 - Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei der GenZ-Demonstration am Samstag in Frankfurt sind inzwischen 54 Tatverdächtige namentlich bekannt. Gegen sie besteht nach Einschätzung der Polizei ein Anfangsverdacht wegen einer Straftat. Ein 18-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, eine Waffe aus einem Waffengeschäft gestohlen zu haben, wie das Hessische Justizministerium mitteilt.

Justizminister Christian Heinz Archivfoto: O|N

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und des schweren Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung sowie des Einbruchdiebstahls. Weitere Vorwürfe betreffen Widerstand und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und gemeinschädliche Sachbeschädigung. Hinzu kommen mögliche Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.

Der festgenommene 18-Jährige ist syrischer Staatsangehöriger. Er wurde einem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht Frankfurt erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl.

Justizminister kündigt Konsequenzen an

Foto: 5Vision News

Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) kündigt in der Pressemitteilung eine konsequente Strafverfolgung an: "Unsere Strafverfolgungsbehörden stehen noch am Anfang der Ermittlungen. Innerhalb weniger Stunden ist es aber gelungen, eine große Anzahl an Straftätern zu identifizieren. Diese werden mit Konsequenzen rechnen müssen."

Bereits vor der Demonstration sei die Zahl der Bereitschaftsstaatsanwälte verdoppelt worden, so Heinz. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Frankfurt und den Polizeibehörden solle intensiviert werden, damit die Täter schnell zur Rechenschaft gezogen würden.

Staatsschutzabteilung bündelt Verfahren

Foto: 5Vision News

Die eingeleiteten und die noch einzuleitenden Verfahren werden bei der Staatsanwaltschaft in der Abteilung für Staatsschutzdelikte und politisch motivierte Kriminalität gebündelt und vorrangig bearbeitet. Die Abteilung arbeitet dabei eng mit der Sonderkommission zusammen, die im Polizeipräsidium eingerichtet wurde. (pm/ksk) +++

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