Christina Lander ist Autorin bei OSTHESSEN|NEWS für die Serie NACHGEDACHT. - Foto: Hendrik Urbin

REGION Nachgedacht im April 2019

Es gibt keinen Planet B! ... Sonntagsgedanken von Christina Lander

07.04.19 - Es ist in aller Munde und jeder hat dazu etwas zu sagen: Fridays for Future – sinnvoll oder verlorene Liebesmüh? Als Lehrerin bin ich auch von dem Wunsch der SchülerInnen betroffen gewesen, auf die Straße für die Umwelt gehen zu wollen – während dem Unterricht. Tja, was soll ich sagen. Ich kann alle Parteien verstehen. Wenn gesagt wird, dass Schulpflicht herrscht, wenn gesagt wird, dass das Thema Klimaschutz in die Öffentlichkeit gehört. Schade finde ich es aber, dass die Debatte den Sinn der Demonstration unterwandert und das Wesentliche nicht mehr gehört wird, denn das ist: Es gibt keinen Planet B!

In den letzten Jahren bin ich als Person und Mensch immer grüner geworden (, was keine Parteizugehörigkeit bedeutet). Gekoppelt mit meinem Glauben erachte ich die Welt als Schöpfung Gottes: Das heißt nicht, dass ich die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entstehung der Erde leugnen würde, sondern das heißt, dass ich unsere Erde, die Natur, den Tieren darauf eine Würde zuschreibe, ihnen Wertschätzung entgegenbringe, achte, was um mich herum existiert und das alles bewahren möchte.

Die Abholzung des Regenwaldes erschüttert mich, die Emissionen beängstigen mich, der Plastikmüll widert mich an. Ich sehe meine Nichten und Neffen und frage mich, in welcher Welt sie leben müssen, wenn sie so alt wie ich sind. Ich habe das Gefühl, dass wir uns in unserem Wohlstand sattgefressen haben und uns müde den Bauch streicheln, obwohl wir wissen, welche Konsequenzen unsere jetzige Lebensweise nach sich ziehen.

Wenn ich dann wieder einmal in Gedanken an unsere Gesellschaft versunken bin, frage ich mich, was in den Schulbüchern, naja wahrscheinlich E-Readern, in hundert Jahren über unsere jetzige Zeit steht. Wie werden wir betitelt werden? Was wird uns zulasten gelegt werden? Werden wir genauso beschuldigt, wie wir heute die Menschen, die in der Vergangenheit wegsahen, beschuldigen? Wie wird das Wetter dann sein? Wie wird die Natur aussehen?

All diese Fragen bleiben natürlich rein spekulativ, allerdings habe ich keine guten Titel für uns gefunden. Und noch viel schlimmer: Ich habe keine bessere Lösung, als mich zusammenzureißen, selbst mein Verhalten zu verbessern. Das reicht aber noch lange nicht und das genau ist es, was weh tut. Die Welt lässt sich nicht aus ihren Angeln heben. Und wenn das die Jugend auch verstanden hat, dass es wirklich eng für uns wird, dann haben sie mehr verstanden als so manch anderer. (Christina Lander) +++

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