Fabio Chieffo lebt heute an der Mosel. - Fotos: Privat

FULDA Was macht eigentlich …(24)

Fabio Chieffo: Der einstige Star an Fuldas Gastro-Himmel lebt jetzt an der Mosel

16.11.20 - Mit seinen beiden Restaurants in der Fuldaer Innenstadt – dem "La Vita" und später dem "Come Prima" – hat sich der heute 35-jährige Fabio Chieffo einen Namen in der Barockstadt gemacht. Gourmets und Wein-Liebhaber gingen bei ihm ein und aus, liebten seine Pasta und das Ambiente in den beiden italienischen Läden – als Chieffo 2011 seinen zweiten Laden, das "Come Prima", schloss, kam das überraschend. Inzwischen hat sich der Ex-Fuldaer ein neues Leben an der Mosel aufgebaut. Nun plant er, sich im Januar auch hier mit einem Restaurant selbstständig zu machen.

"Von der Gastro komm ich nicht weg", sagt Fabio Chieffo und lacht. Gerade hat er den Mietvertrag für ein Restaurant in Bernkastel-Kues unterschrieben. In der Stadt mit etwas mehr als 7.000 Einwohnern lebt der 35-Jährige inzwischen. Fulda hat er den Rücken zugekehrt. Bereut hat er das bis heute nicht. "Ich war jung, als ich den ersten Laden aufgemacht hab", sagt er, "habe ziemlich schnell viel Geld verdient. Und wenn man jung ist, macht man mit dem vielen Geld nicht immer nur gute Sachen." Es sei leicht, so auf die schiefe Bahn zu kommen. Das war einer der Gründe dafür, dass Chieffo seine Zelte in der Barockstadt abgebrochen hat, nachdem er das "Come Prima" an einen ehemaligen Angestellten verkauft hatte. "Ich habe einfach keine Zukunft mehr gesehen."

Ein altes Bild aus "La Vita" Zeiten ...

Über Berlin ist Chieffo dann an die Mosel gekommen, arbeitete zunächst als Koch, dann als Leiter einer Bar, als Kellner und später als Restaurantleiter in einem Brauhaus und als Geschäftsführer in einem Eiscafé. Aber der Traum vom eigenen Restaurant, den er sich in Fulda bereits mit Anfang 20 erfüllt hat, wurde nie begraben. Als sich die Chance ergeben hat, ein Lokal mit einem angrenzenden Tennisclub zu übernehmen, konnte Chieffo nicht anders, als "Ja" sagen. "Fulda war Kapitel eins meines Lebens, hier schreibe ich nun das zweite."

Und der Ort, an dem das passieren soll, könnte laut Chieffo schöner nicht sein. "Es ist unfassbar idyllisch hier", sagt er. Das Restaurant, das er im kommenden Jahr eröffnen wird, ist auf einem Plateau abseits der Innenstadt gelegen. "Hierher kommen viele Kurgäste. Und die freuen sich natürlich, wenn sie hier schön essen gehen können." Dass er seinen Gästen einen schönen Abend mit guten Speisen bescheren kann, hat Chieffo in Fulda schon bewiesen. Zuerst im "La Vita", seinem ersten Restaurant am Gemüsemarkt. Das verkaufte er, als er ein gutes Angebot dafür bekam. Lange war er jedoch nicht abstinent von der Gastronomie. Und als das "Come Prima" – auf Deutsch. "Wie vorher" – in der Kanalstraße eröffnete, ließ auch hier der Erfolg nicht lange auf sich warten.

2011 gab er es dann ab. Als er gefragt wird, mit welchen Gefühlen er auf diese Entscheidung blickt, antwortet er: "Eigentlich mit gar keinen." Es sei die richtige Entscheidung gewesen, sagt er dann. Fulda habe er abgehakt, komme nur ab und zu hierher, um seine Familie zu besuchen. "Wenn ich dann Menschen sehe, die ich von meiner Zeit in den beiden Restaurants kenne, dann freue ich mich natürlich." Die Menschen seien es auch, an die er am liebsten zurückdenkt: "Es gab Abende, da kamen Leute ins Restaurant, die sich gar nicht kannten und am Ende dennoch zusammen saßen und Spaß hatten."

Vermutlich sind es solche Dinge, die Chieffo dazu bringen, immer weiter mit der Gastronomie zu machen. Und seine Liebe zu Pasta und Co. (Suria Reiche) +++

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