Lukas Becker ist stolz auf seine Region. - Fotos: Luisa Diegel

GEMÜNDEN (FELDA) Wir l(i)eben den Vogelsberg (1)

Lukas Becker ist stolz auf seine Region: "Wir haben hier einen wahren Schatz"

"Wir l(i)eben den Vogelsberg"Der Vogelsberg ist liebens- und lebenswert! Mit unserer neuen Serie möchten wir genau das zeigen und uns von jungen Menschen aus der Region beeindrucken lassen, die sich bewusst für ein Leben und Arbeiten in der Vulkanregion entschieden haben.

15.06.20 - Lukas Becker ist ein waschechter Vogelsberger. In Alsfeld ist er geboren, seine Wurzeln liegen in der Gemeinde Gemünden (Felda) im Ortsteil Ehringshausen. Dort lebt er gemeinsam mit seiner Familie und schätzt vor allem die Ruhe, die Nähe zur Natur und den Kontakt zu den Menschen. "Hier hat man einfach etwas, was man woanders nicht hat", erzählt er im O|N-Gespräch.

Nach der Schule begann Lukas seine dreijährige Ausbildung als Industriemechaniker, die er Anfang 2019 erfolgreich abschloss. Heute arbeitet er bei einer Firma in Nieder-Gemünden - vom Wohnhaus bis zur Arbeitsstelle trennen ihn nur wenige Kilometer. "Das ist ein Stück Lebensgefühl. Die Nähe zur Heimat ist für mich ein wichtiger Punkt, ich bin schneller zu Hause, muss keine weiten Strecken auf mich nehmen und kann diese gewonnene Zeit für unsere heimischen Vereine nutzen." In ein paar Wochen geht Becker aber neue berufliche Wege: in der Gemeinde Lautertal im Vogelsbergkreis beginnt er einer eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Diese Ausbildung wollte er bereits nach der Schule beginnen, damals "hat es sich aber leider nicht ergeben", so Becker. Jetzt freut er sich auf die kommenden neuen Aufgaben, "in diesem Beruf möchte ich Erfahrungen für meine berufliche Zukunft sammeln".

Fotos: privat

Trotz beruflicher Veränderungen, das ehrenamtliche Engagement verliert Lukas deshalb nicht: Der 22-Jährige ist Mitglied der hiesigen Feuerwehr und engagiert sich im Sportverein SV Ehringshausen, vor allem in der Abteilung Karneval. Dort wuchs er von Kind auf rein, "schon meine Mutter tanzte in einer Garde, auch als sie mit mir schwanger war, deshalb liegt das bestimmt in den Genen", sagt und lacht er. Seine freie Zeit nutzt er gerne, um ehrenamtlich zu arbeiten: "Viele Freundschaften sind schon früher dadurch entstanden und bis heute geblieben. Es ist einfach schön, wenn man etwas gemeinsam macht und zusammen Spaß hat. Das geht eben nur in der Gemeinschaft." Deshalb liebt er auch seine Arbeit bei der Feuerwehr: "Ich brauche das einfach. Hier kann ich etwas für die Leute erreichen, wir machen etwas gemeinsam und sehen dann, was wir erreicht haben."

Im Vogelsberg fühlt sich Becker pudelwohl. Wenn er einmal abschalten will, geht er aus der Haustür raus und läuft ein paar Schritte in den Wald. "Dort habe ich meinen Freiraum meine Ruhe und kann mal abschalten. Kein Verkehr, keine Menschenmassen, wie es in der Stadt ist, das ist das, was der Vogelsberg ausmacht." Stadtgetümmel braucht der Industriemechaniker überhaupt nicht. "Ich möchte auch in Zukunft hier wohnen bleiben. Ich bin in der Region verwurzelt."

Engagiertes SPD-Mitglied

Diese Entscheidung hängt für Lukas aber auch von den Möglichkeiten ab, die ihm der Vogelsberg in Zukunft bietet. Denn der 22-Jährige kann sich durchaus vorstellen, irgendwann ein politisches Amt aktiv durchzuführen - auch deshalb entschied er sich für eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte. Denn seit 2015 ist er Mitglied in der SPD und engagiert sich mit seiner Partei für die Menschen und ihre Belange im Vogelsberg. "Ich bin gerne für die Leute da und kümmere mich um Probleme." Viele Lösungen hat er in den fünf Jahren schon gefunden, die ihn bestärken, das Amt als Vorsitzender der SPD Gemünden (Felda) weiter auszuführen. "Es zeigt, dass sich es lohnt, man kann etwas erreichen für die Leute vor Ort. Oft sogar mit wenig Aufwand, mir macht das einfach Spaß."

Die SPD ist für ihn "wie eine zweite Familie" geworden, die ihm gerne weiterhilft, "wenn einmal der Schuh drückt". Lukas weiß ganz genau, welche politischen Schritte wichtig sind, um den Vogelsberg auch in Zukunft vor allem für junge Leute attraktiv zu machen. "Wir müssen den Menschen zeigen, dass es hier schön ist, wie hoch unsere Lebensqualität ist und welchen Schatz wir hier vor Ort haben." Er möchte mit seiner Partei Ideen schaffen, die für junge Leute interessant sind. "Es hängt doch alles von einer Frage ab: bleiben die jungen Leute hier? Dann hat der Vogelsberg eine Zukunftsperspektive." (Luisa Diegel)

Haben auch Sie sich schon in jungen Jahren für ein Leben und/oder Arbeiten im Vogelsberg entschieden und fühlen sich hier pudelwohl? Dann melden Sie sich bei uns - unter [email protected]. Unsere Redaktion nimmt dann Kontakt zu Ihnen auf. +++

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