Lisa Weil liebt das Dorfleben - deshalb kommt es für sie nicht infrage, dem Vogelsberg den Rücken zu kehren. - Foto: Luisa Diegel

FELDATAL Wir l(i)eben den Vogelsberg (9)

Lisa Weil liebt das Dorfleben: "Hier passt jeder noch auf den anderen auf"

WIR L(I)EBEN DEN VOGELSBERGDer Vogelsberg ist liebens- und lebenswert! Mit unserer neuen Serie möchten wir genau das zeigen und uns von jungen Menschen aus der Region beeindrucken lassen, die sich bewusst für ein Leben und Arbeiten in der Vulkanregion entschieden haben.

05.10.20 - Ein Häuschen im idyllischen Hainbach in der Gemeinde Gemünden (Felda) ist derzeit das Zuhause von Lisa Weil und ihrem Freund. Vor einem dreiviertel Jahr sind die beiden dort zur Miete eingezogen - und wollen später selbst irgendwann Besitzer eines Eigenheims sein. In Frankfurt, Kassel oder Gießen? Nein, am liebsten im 700-Einwohner-Dorf Ehringshausen - im Vogelsbergkreis.

Die 25-Jährige ist im Vogelsberg groß geworden - genauer gesagt in Ermenrod in der Gemeinde Feldatal. Schon in Kindheitstagen lernte sie das Leben auf dem Land zu schätzen: ungehindert draußen spielen zu können, in Vereinen wie der Feuerwehr oder der Burschenschaft zusammenzuwachsen. Auch deshalb suchte sie sich ihren Ausbildungsplatz als Sozialassistentin in der näheren Umgebung - und arbeitet nun schon seit drei Jahren bei der Stadt Grünberg als Erzieherin. 

"Hier können die Kinder ohne Angst spielen"

Ein kleines Haus in Hainbach ist derzeit das Zuhause von Lisa und ihrem Freund. ...

"Den Job hätte ich auch in Gießen oder Frankfurt ausüben können - doch ich finde einfach, dass man in ländlichen Regionen schönere Sachen mit den Kindern machen kann. Wir gehen bei schönem Wetter oft in den Wald, so können die Kinder die Natur kennenlernen", erzählt sie im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Das ist auch einer der vielen Gründe, warum es Lisa nicht in eine andere Gegend verschlagen hat. Denn wenn sie ihren Kinderwunsch in ein paar Jahren erfüllt, möchte sie, dass auch ihre Kinder auf dem Dorf groß werden. "Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, mit Kindern in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Gießen oder Frankfurt zu wohnen, wo ich doch hier auch alles vor der Haustür habe. Die Kinder können im Garten spielen, können raus, ohne dass man als Eltern gleich Angst haben muss. Ich finde, hier passt jeder noch aufeinander auf."

Da Lisa nach ihrem Schulabschluss direkt ihre Ausbildung begonnen hat, ist ihr das typische Studentenleben fremd. Auch wenn sie es sich hätte in jüngeren Jahren vorstellen können, reizt es sie heute nicht, das Stadtleben kennenzulernen - auch wenn es Freundinnen von ihr in vollen Zügen genießen. "Ich bin trotzdem froh, hier zu sein. Landleben heißt ja nicht gleich, dass wir abgeschirmt sind. Hier ist dennoch alles zentral gelegen, wir sind schnell in Alsfeld oder Grünberg - und auch Frankfurt ist keine Weltreise", sagt und lacht sie. 

Kinder - und ein Eigenheim mit Garten

Seitdem sie elf Jahre alt ist, spielt Lisa bei der Frauenmannschaft des SV Ehringshausen ...Fotos: privat

Deshalb wünscht sie sich, auch in Zukunft hier zu leben. Derzeit ist der kleine Ort Hainbach ihr zuhause. Doch Lisa sucht gemeinsam mit ihrem Partner ein passendes Häuschen im nahegelegenen Ehringshausen. Dort hat das Paar Familie und einen großen Freundeskreis. Das kommt auch durch Lisas große Leidenschaft - dem Fußball spielen. "Seitdem ich elf Jahre bin, spiele ich beim SV Ehringshausen." Damals wurde sie durch den alljährlich Mädchenfußballtag auf den Verein aufmerksam - heute spielt sie mit der Frauenmannschaft in der Gruppenliga - gegen Gegner wie Lollar, Wetzlar oder Pohlheim. "Wir sind im Kreis die einzig übriggebliebene Frauenmannschaft, haben sogar auch schon in der Verbandsliga gespielt", erzählt Lisa stolz. Auch wenn sie mit ihren 25 Jahren bereits zu den älteren im Team gehört, denkt sie nicht ans Aufhören. "Die werden mich dort nicht mehr los." Denn selbst nach ihrem Karriereende als aktive Fußballerin möchte sie dem Verein weiter treu bleiben. 

Kleider tauscht sie gerne gegen ihre Feuerwehrkleidung. ...

So wie auch der Ermenröder Feuerwehr, wo sie seit Kindheitstagen aktives Mitglied ist. Durch ihren Vater und ihren Onkel hat sie bereits als Jugendliche bei Landesentscheiden große Erfolge erzielen können. Heute ist die 25-Jährige bei Einsätzen hautnah dabei. "Mit 18 bin ich in die Aktive gewechselt. Denn nur weil ich eine Frau bin, heißt es ja nicht, dass ich das nicht kann, was die Männer können." (Luisa Diegel) 

Haben auch Sie sich schon in jungen Jahren für ein Leben und/oder Arbeiten im Vogelsberg entschieden und fühlen sich hier pudelwohl? Dann melden Sie sich bei uns - unter [email protected] Unsere Redaktion nimmt dann Kontakt zu Ihnen auf. +++

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