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HANAU Reaktionen nach Terrorakt

"Entsetzliches Verbrechen" - Hanauer Bluttat schockt ganz Deutschland

20.02.20 - Die Bluttat von Hanau schockt ganz Deutschland! Zu den Vorfällen des späten Mittwochabends äußerten sich inzwischen auch die ersten Politiker.

In einer Pressekonferenz sprachen der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl aus: "Heute ist ein Tag des Schweigens und Gedenken", erklärte Bouffier. Für OB Kaminsky sei der gestrige Abend eines der dunkelsten und traurigsten Tage in der Geschichte der Stadt Hanau. 

Gegen 12:15 äußerte sich auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem kurzen Statement: "Es ist ein sehr trauriger Tag für unser gesamtes Land. Ich möchte zunächst den Angehörigen mein Mitgefühl ausdrücken." Merkel appellierte zudem auch an die Bevölkerung: "Rassismus ist ein Gift. Der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift exististiert in unserer Gesellschaft und es ist schuld an schon viel zu vielen Verbrechen. Die gesamte Bundesregierung steht für die Rechte und Bürde aller Bürger dieses Landes ein und verurteilt diese Tat auf das Schärfste."

„Mit großer Bestürzung habe ich vom schrecklichen Amoklauf gestern Abend und heute Nacht in Hanau gehört“, betont Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda) in einer ersten Stellungnahme für das Bistum Fulda am Morgen des 20. Februar. „Was wir aktuell an Informationen bezüglich der Hintergründe dieser Tat erfahren, verstört uns zutiefst. Unsere Solidarität gilt den Verletzten und den Hinterbliebenen der Toten sowie allen Ersthelfern und Einsatzkräften, die an der Aufarbeitung und Aufklärung der Tat beteiligt sind. In den Gebeten in unseren Gemeinden haben sie einen festen Platz.“ In einem Brief an den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat der Fuldaer Oberhirte, zu dessen Diözese die Stadt Hanau gehört, seine Trauer und Verbundenheit zum Ausdruck gebracht. Für die Stadtgesellschaft Hanaus bedeute dieses Verbrechen eine tiefe Zäsur. Alle Gemeinden im Bistum Fulda werden vom Bischof aufgefordert, in die Sonntagsgottesdienste ein Gebetsgedenken an die Opfer von Hanau einzubinden. 

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zeigt sich betroffen: "Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir hoffen, dass die Verletzten bald genesen. In dieser Situation denken wir auch an die Menschen, die mit dieser schrecklichen Tat in ihrer Nachbarschaft klar kommen müssen.
Immer wieder erleben wir hasserfüllte und menschenverachtende Taten, bei denen sich ein rechtsextremistischer Hintergrund herausstellt. [...] Dagegen setzen wir als Mehrheit in diesem Land weiterhin und unermüdlich Zeichen der Hoffnung, des Friedens und des Zusammenhalts!"

In einer Pressemitteilung äußerte sich auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu den Ereignissen in Hanau: "Mit Entsetzen habe ich von der terroristischen Gewalttat in Hanau erfahren. Meine tiefe Trauer und Anteilnahme gelten den Opfern und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich baldige Genesung. Ich stehe an der Seite aller Menschen, die durch rassistischen Hass bedroht werden. Sie sind nicht allein. Ich bin überzeugt: Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland verurteilt diese Tat und jede Form von Rassismus, Hass und Gewalt. Wir werden nicht nachlassen, für das friedliche Miteinander in unserem Land einzustehen."

Neben dem Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD)
, der sich ob der Tat erschüttert zeigte, äußerte sich auch die Hanauer Bundestagsabgeordneten Katja Leikert (CDU), die auf Twitter schrieb: "In dieser fürchterlichen Nacht in Hanau wünsche ich den Angehörigen der Getöteten viel Kraft und herzliches Beileid."

Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zeigt sich ebenfalls besorgt: "Die Wirtschaft in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis ist über den schrecklichen Anschlag, der auch Mitgliedsunternehmen getroffen hat, erschüttert. Ich persönlich bin es auch", äußert sich Präsident Dr. Norbert Reichhold. Reichhold, der sich am Donnerstag mit dem IHK-Präsidium getroffen hatte, äußerte weiterhin: "Wir trauern mit den Hinterbliebenen und hoffen auf baldige Genesung der Verletzten." Die Mitglieder des IHK-Präsidiums zeigten sich besorgt: Die Unternehmen der Region beschäftigen Mitarbeiter aus der ganzen Welt. Wenn die Angst vor weiteren Anschlägen die Belegschaften lähmt, haben Feinde einer offenen Gesellschaft ein leichtes Spiel. "Dazu darf es nicht kommen! Dieser Anschlag trifft nicht nur Hanau!", warnt Reichhold.

In einem weiteren Statement heißt es von Leikert: "Die Tat ist neuer Höhepunkt einer Reihe terroristischer Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit, darunter der Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke im vergangenen Sommer. Es ist ein Moment, in dem wir innehalten müssen. Ich möchte meine tiefe Anteilnahme den betroffenen Familien aussprechen, die um die Opfer trauern. Ich denke heute auch an die Menschen in Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde. Die Hanauer müssen in dieser schweren Zeit zusammenstehen. Wir müssen die Behörden erst einmal ermitteln lassen, auch aus Rücksicht auf die Opfer und ihre Familien. Die Behörden in Hanau, dem Land Hessen und auf Bundesebene leisten gute Arbeit. Hand in Hand für eine schnelle Aufklärung des Verbrechens."

Landtagsabgeordneter des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Markus Hofmann, drückt seine Anteilnahme aus: "Die Nachricht von der schrecklichen Gewalttat in Hanau macht mich tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und Verletzten. [...] Ich bin als betreuender Abgeordneter des Main-Kinzig-Kreis des Öfteren in Hanau und kenne das positive Lebensgefühl und die Herzlichkeit der Bürger dieser Stadt. Der Täter jedoch hat am gestrigen Abend unermessliches Leid über eine Vielzahl von unschuldigen Menschen gebracht. Ich wünsche den vielen Verletzten eine baldige Genesung und den Hinterbliebenen viel Kraft."

Politiker Martin Hohmann von der AfD äußert sich zu dem schrecklichen Ereignissen in Hanau: "Ein solcher Massenmord löst Entsetzen aus. Diese erschütternde Tat ist furchtbar. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die mitten aus dem Leben gerissen wurden, und ihren Angehörigen. [...] Egal ob der Terror psychische oder rassistische Motive hatte - oder beides -, es spielt keine Rolle: Rassisten sind abstoßend und handeln gegen alles, wofür echte Konservative, aufrechte Patrioten und überzeugte Christen stehen."

Zu dem Gewaltverbrechen ein Pressemitteilung der AfD-Fraktion des Main-Kinzig-Kreises: "Die AfD-Fraktion und der Vorstand des AfD-Kreisverbandes Main-Kinzig sind erschüttert über diese furchtbare Tat. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen. Wir denken, dass es im Sinne der Angehörigen der Opfer ist, wenn die Tat und ihre
Hintergründe rasch und umfassend aufgeklärt werden."

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gab ebenfalls schon ein kurzes Statement zu den Vorfällen in Hanau ab: "Wir sind fassungslos und entsetzt, es gilt nun erstmal den Opfern zu gedenken und Angehörigen unsere Anteilnahme auszusprechen. Es ist für uns alle ein Tag der Erschütterung."

Im hessischen Landtag erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU), dass man von einer terroristischen Tat sprechen könne. Zudem betonte er: "Man kann noch keine genaueren Informationen zu den Opfern geben. Die Ermittlungen laufen momentan auf Hochtouren, ersten Erkenntnissen nach, handelte sich bei dem Täter um einen Sportschützen, der legal eine Waffe besessen hat." Zudem erläuterte er, dass der mutmaßliche Täter weder dem Verfassungsschutz noch den polizeilichen Behörden bekannt gewesen sei.

Ein Mann erschoss in Hanau zehn Menschen Foto: Moritz Pappert

Auch die Bundesregierung verfasste ein Statement via Twitter: "Die Gedanken sind heute Morgen bei den Menschen in Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstagmorgen auf Twitter. „Tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Familien, die um ihre Toten trauern“, fügte er hinzu.

"Die Tragödie, die sich gestern Nacht in Hanau ereignet hat, hat mich zutiefst erschüttert. Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer, denen ich mein aufrichtiges Beileid aussprechen möchte. Wir trauern heute mit Ihnen", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter.

"Fassungslos und traurig über die brutale Gewalttat in Hanau. Ich bin in Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Die Hintergründe müssen jetzt weiter aufgeklärt werden. Gewalt aus rechtsextremen Motiven darf uns nicht ruhen lassen, wir müssen dagegen zusammenstehen", erklärte die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ebenfalls auf Twitter.

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete die Taten in Hanau als "menschenverachtend": "Die brutalen und menschenverachtenden Taten in Hanau lassen uns alle fassungslos zurück. In Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Opfer und wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden", sagte der CSU-Politiker am Morgen in München. Zudem sagte er: "Der Rechtsstaat wird sich solchen Gewalttaten mit aller Härte und Entschiedenheit entgegenstellen."

"Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. Wir müssen die Hintergründe der Tat gründlich aufklären und alles tun, um solche Taten in Zukunft zu verhindern", erklärte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) in einer Pressemitteilung.

Hessens SPD-Vorsitzende Nancy Faeser zeigte sich aufgrund der Ereignisse bestürzt: "Wir waren nicht wachsam genug, heute steht die Trauer im Vordergrund, ab morgen aber der Kampf gegen den Rechtsextremismus."

"Was für eine furchtbare Nachricht. Ich denke an die Opfer und die Angehörigen. Es gibt Hinweise auf einen offenbar rassistischen Hintergrund. Gut, dass die Bundesanwaltschaft jetzt ermittelt", schrieb Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock auf Twitter zu den Ereignissen in Hanau.

"Es reicht! Wir haben in Deutschland ein massives Problem mit rechtem Terror und müssen endlich anfangen, rechten Sumpf mit aller Härte des Rechtsstaates ein für alle Mal trockenzulegen, und zwar on- wie offline", schreib Cem Özdemir (Grüne) auf seinem Twitter-Account.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich ebenfalls via Twitter zu den Vorfällen in Hanau: "Die schrecklichen Ereignisse in Hanau schmerzen uns alle. Nach dieser grausamen Nacht sind unsere Gedanken bei den Toten, ihren Familien und Angehörigen. Wir hoffen mit den Verletzten, dass sie bald wieder gesund werden."

Inzwischen äußerte sich auch die SPD-Vorsitzende Saskia Esken via Twitter: "Was für eine entsetzliche Tat in Hanau! Viel zu lange haben wir uns davor gescheut, es mit klaren Worten zu benennen: rechter Terror in Deutschland. Wir sind geschockt und wir trauern. All unsere Gedanken sind bei den Opfern, Angehörigen und Freunden."

Der osthessische Bundestagsabgeordnete Michael Roth äußerte sich ebenfalls zu den Vorfällen: "Bin schockiert darüber, was abermals in meinem Heimatland Hessen vorgefallen ist. Ich trauere um die Ermordeten. Mein Mitgefühl den Angehörigen der Opfer. In Hanau hat vermutlich wieder der Rechtsterrorismus in all seiner Brutalität zugeschlagen. 'Wehret den Anfängen?' Zu spät!"

Neben den bundesweiten Reaktionen äußerte sich auch schon der österreichische Kanzler Sebastian Kurz via Twitter zu den Vorfällen: "Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden in Hanau, wo ein schreckliches Verbrechen verübt wurde. Den Angehörigen und Freunden der Opfer gilt mein aufrichtiges Mitgefühl."

MdB Michael Brand ist entsetzt über die Tat. "Nach der systematischen Aufheizung - auch in der Politik oder in den Medien- in den letzten Jahren bin ich nicht darüber überrascht." Täter würden ermutigt werden. "Wir werden das nur in den Griff bekommen, wenn wir Einzeltäter, aber auch Netzwerke an der Wurzel packen und gegen diese konsequent vorgehen." Menschen wie der Amokläufer von Hanau seien tickende Zeitbomben, die der Demokratie den Todesstoß versetzen wollten, so Brand weiter. "Sie wollen bürgerkriegähnliche Zustände herbeiführen." Nicht nur die Politik sei gefragt, auch die Zivilbevölkerung müsse klar Stellung gegen Rechts einnehmen. "Natürlich wird nicht jeder, der Sorgen hat, auch gleich zu einem Attentäter. Dennoch müssen wir künftig noch achtsamer sein. Grund zur Panik, meint der Politiker, bestünde nicht. "Wir müssen uns aber bewusst machen, dass der nächste Anschlag jederzeit geschehen könnte.

Die Teilnehmer/innen am Runden Tisch der Religionen in Hanau: „In der vergangenen Nacht sind in unserer Stadt Schüsse gefallen und Menschen haben ihr Leben verloren. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Keiner Klärung bedarf unser tief empfundenes Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehören. Wir sind tief erschüttert. Unsere Gebete begleiten alle, die leiden und trauern. Die Aussage aus unserem gemeinsamen Wertekodex bestätigen wir nachdrücklich: Wir distanzieren uns von Gewalt in jeglicher Form und engagieren uns ausdrücklich für ein friedliches Miteinander.“ (pm/kku) +++

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Foto: Henrik Schmitt


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