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Seit dem 9. Februar ist das Impfzentrum in der Hessenhalle Alsfeld geöffnet. - Symbolbild: O|N

ALSFELD Aus dem Landratsamt (5)

Erste Bilanz nach Impfstart: "Was fehlt, ist eine ausreichende Menge Impfstoff"

SERIE "AUS DEM LANDRATSAMTIm monatlichen Wechsel sprechen wir mit Landrat Manfred Görig und Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak über aktuelle Geschehnisse und die Nachrichtenlage im Vogelsbergkreis. In Interviews, Videobeiträge oder Kolumnen werden sich Görig und Mischak jeden dritten Donnerstag/Freitag im Monat auf OSTHESSEN|NEWS zu aktuellen Themen äußern.

18.02.21 - Seit dem 9. Februar ist das Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle nun bereits geöffnet. Neun Tage nach dem Start zieht Landrat Manfred Görig im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS eine erste Bilanz. Und die fällt positiv aus. Denn die Abläufe sitzen - und der vorhandene Impfstoff kann reibungslos an die über 80-Jährigen verimpft werden. 

Gute Nachrichten gibt es außerdem in den Alten- und Pflegeeinrichtungen: "Es sind bisher alle 23 Heime im Kreisgebiet mindestens mit der ersten Impfdosis versorgt. Auch das impfwillige Personal hat Schutzimpfungen bekommen und in einer Reihe von Einrichtungen wurde schon die zweite Impfung vorgenommen", erzählt Görig. 

Wochenlange Vorarbeit zahlte sich aus

"Live-Betrieb" gibt es täglich in der Alsfelder Hessenhalle: Am ersten Tag konnten dort 24 Senior:innen gegen das Corona-Virus geimpft werden, die einen Termin über das Portal des Landes Hessen vereinbart hatten. An diesem Tag bekamen auch 31 Mitarbeiter:innen des Rettungsdienstes ihre erste Impfung. 

Es läuft also alles - doch es könnte auch schneller gehen: Denn das Alsfelder Impfzentrum war im Wesentlichen bereits Mitte Dezember bereit. "Zu diesem Zeitpunkt hätten wir schon mit den Impfungen beginnen können."

Gestartet wurde allerdings erst zwei Monate später. "Anfang Januar kam dann nochmal ein großer Schwung Personal hinzu: 31 Mitarbeiter:innen wurden in den vergangenen Wochen in den Bereichen Verwaltung, Logistik, IT- und medizinischen Aufgaben eingearbeitet. Seither wurden zwei Testdurchläufe mit Statisten (ohne Impfung) absolviert und die Organisation optimiert. Zum Start war das Impfzentrum also bestens aufgestellt – die wochenlange Vorarbeit zahlt sich nun aus."

4.653 Menschen im Kreisgebiet geimpft

Katharina Schneider aus Antrifttal war die erste, die ihre Impfung bekam. ...Foto: Vogelsbergkreis

Geimpft wurden bislang Senioren über 80, Bewohner und Personal von Alten- und Pflegeheimen, Krankenhauspersonal, Personal des Impfzentrums, des Rettungsdienstes, der DRK Task-Force, ambulanter Pflegedienste sowie Hausärzte, Mitarbeiter:innen in den mobilen Teams. Auch das Bundeswehrkontingent, das derzeit in Vogelsberger Pflegeeinrichtungen bei Testungen unterstützt, hat Schutzimpfungen bekommen.

Aktuell haben im gesamten Kreisgebiet 4.653 Menschen (Stand: Mittwoch, 17. Februar) ihre erste Impfdosis erhalten. 

Im Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle haben bisher insgesamt 618 Personen ihre Schutzimpfung bekommen. Und das, obwohl das Impfzentrum eigentlich für 1.000 Impfungen am Tag ausgerichtet ist. Doch aufgrund der geringen Menge an derzeit verfügbarem Impfstoff werden täglich nur 80 bis 100 Personen geimpft. Görig hofft darauf, dass schnellstmöglich die volle Kapazität des Impfzentrums genutzt werden kann. "Mit der aufgebauten Infrastruktur könnten viel mehr Menschen ihre Schutzimpfung bekommen, allerdings fehlen dafür bisher die Impfdosen."

Das große Impfen ist eine Herausforderung für ganz Deutschland. Doch in den vergangenen Tagen erschwerten außerdem die Witterungsverhältnisse vielen Impfwilligen die Anfahrt zum Impfzentrum. Görig erklärt allerdings, dass alle Vogelsberger:innen pünktlich zu ihrem Termin erschienen sind. "Absagen oder ungenutzte Zeitfenster gab es nicht."

Görig hofft auf mehr Impfstoff

Landrat Manfred Görig hofft auf mehr Impfstoff. Archivfoto: O|N / Carina Jirsch

Wie lautet also das Fazit für den Impfstart? Was lief gut, was lief schlecht? Görig dazu: "Unser Impfzentrum ist leistungsfähig. Durch das kontinuierliche Hochfahren konnten die Arbeitsabläufe gezielt geübt und schrittweise verfeinert werden. Wir sehen uns gut gerüstet, denn Infrastruktur und Personaldecke würden es uns erlauben, den Durchsatz zu verzehnfachen. Dann wären wir bei 1.000 Impfungen pro Tag – an sieben Tagen in der Woche. Was fehlt, ist offensichtlich: Eine ausreichende Menge Impfstoff, die es uns ermöglichen würde, das Impfzentrum unter Volllast laufen zu lassen."

Der Wille, sich selbst und andere durch die Impfung zu schützen, sei da. Auch das hätten die vergangenen Wochen gezeigt. "Es bleibt weiter zu hoffen, dass im zweiten und dritten Quartal entsprechend große Impfstoffmengen verfügbar sind – auch um auf dem langen Weg zurück zur Normalität ein gutes Stück nach vorne zu kommen." (Luisa Diegel) +++

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