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Die Opfer des Hanau Anschlags. Vor genau sechs Jahren kam es zu der unfassbaren Tat, noch immer sitzt der Schmerz bei Angehörigen, Freunden und vielen Menschen tief. - Archivfoto: K/N

HANAU/WIESBADEN Unfassbare Tat

Sechs Jahre nach Anschlag: "Wir werden die Opfer nicht vergessen"

19.02.26 - Die Bluttat versetzte ganz Deutschland in Schockstarre: Genau vor sechs Jahren, am 19.02.2020, verloren neun Menschen ihr Leben auf brutale Weise. Attentäter Tobias R. gab mehrere Schüsse an zwei Tatorten ab, tötete aus rassistischen Motiven. Vor wenigen Wochen ist ein zehntes Opfer an den Spätfolgen verstorben.

Ministerpräsident Boris Rhein findet klare Worte. Archivfotos: O|N/Hendrik Urbin

Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat zum gemeinsamen Erinnern aufgerufen. Der Regierungschef sagte am Donnerstag in Wiesbaden: "Die Wunden sind noch immer nicht verheilt. Das unfassbare Leid, das der feige, rassistische Täter über Familien und Freunde gebracht hat, darf niemals in Vergessenheit geraten. Wir werden die Opfer dieser schrecklichen Tat nicht vergessen. Ihr Andenken bleibt Teil unserer gemeinsamen Erinnerung und mahnt uns, wachsam zu sein."

"Geschlossen gegen Hass und Hetze"

Einer der Tatorte: Arena Bar. Archivfoto: O|NMoritz Pappert

Das Mitgefühl gelte den Angehörigen, die ihre Liebsten verloren hätten, und allen, die immer noch unter den Folgen dieses grausamen Anschlags litten. Die Landesregierung werde das Gedenken lebendig halten und den Einsatz gegen Rassismus, Extremismus und Menschenfeindlichkeit fortsetzen, stellte der Ministerpräsident heraus und fügte hinzu: "Das Erinnern ist mehr als nur Rückschau, es ist Auftrag und Verpflichtung zugleich. Wir stehen ein für Respekt, Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt. Nur wenn wir uns geschlossen gegen Hass und Hetze stellen, können wir solchen Taten entgegentreten. Den Opfern von Hanau sind wir verpflichtet. Sie mahnen uns, die Demokratie und das friedliche Miteinander zu schützen."

Ines Claus: "Schmerz und Trauer immer noch allgegenwärtig"

Ines Claus, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag. Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Auch die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ines Claus, äußert sich in einem Statement: "Sechs Jahre nach der schrecklichen Tat von Hanau sind Schmerz und Trauer für die Angehörigen, Freunde und viele Menschen noch immer allgegenwärtig. Die grausame Gewalt, die unschuldigen Menschen das Leben genommen und Familien unermessliches Leid zugefügt hat, verpflichtet uns dauerhaft zum Erinnern und zu entschlossenem Handeln." Die Politikerin weiter: "Wir werden die Opfer nicht vergessen. Ihr Andenken ist uns Mahnung und Auftrag zugleich: jeder Form von Rassismus, Extremismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten."

"Erinnern heißt wachsam bleiben"

Hohe Polizeipräsenz nach der Tat. Archivfotos (3): O|N/Henrik Schmitt

Die Namen der Opfer.

Der Attentäter tötete im Anschluss seine Mutter und sich selbst.

Das Gedenken erschöpfe sich nicht im Rückblick, so Claus, sondern sei eine bleibende gesellschaftliche Verantwortung. "Erinnern heißt wachsam bleiben. Unsere Demokratie lebt von Respekt, Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit. Diese Werte gilt es jeden Tag auf Neue zu verteidigen. Hanau ist und bleibt eine Mahnung, Hass und Hetze keinen Raum zu geben. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer. Ihr Verlust und ihr Leid dürfen nicht vergessen werden." (mkr/pm) +++

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