FULDA Der Stadtpfarrer bei O|N

Impulse von Stadtpfarrer Stefan Buß: "Holyween statt Halloween"

31.10.20 - Halloween steht wieder vor der Tür und erfreut sich nicht mehr nur in den USA großer Beliebtheit. Auch in Deutschland ist das Gruselfest der Gespenster, Kürbisse und Verkleidungen seit einigen Jahren angekommen und lässt die Kassen in den Kaufhäusern und Supermärkten klingeln. In der keltischen Geschichte sagt man, dass die Bedeutung von Halloween auf dem keltischen Fest "Samhain" beruht und schon 500 v. Chr. gefeiert wurde – immer am keltischen Neujahr, dem 31. Oktober!

Die Kelten glaubten daran, dass an diesem Abend die Welten der Lebenden und der Toten aufeinanderstoßen. Halloween wird nicht nur von Erwachsenen gefeiert, vor allem Kinder und Jugendliche haben Gefallen daran gefunden. Einmal im Jahr verkleiden sich die Halloweenfans und verwandeln sich in blutrünstige und gruselige Kreaturen. Ein besonders beliebter Brauch, vor allem in den USA, ist "Trick or treat". Der Brauch besteht darin, dass verkleidete Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft von Haus zu Haus gehen und um Süßigkeiten betteln. Meist fällt dabei der Spruch "Süßes, sonst gibts Saures!" ("Trick or treat!").

"Süßes, sonst gibts Saures!"


Bekommen die Kinder keine Süßigkeiten von ihrem Nachbarn, muss dieser mit einem Streich der Kinder rechnen. Glaubt man der christlichen Tradition, liegt der Ursprung und die Bedeutung von Halloween in der Bezeichnung "All Hallows‘ Eve". Damit ist der Abend vor dem "All Hallows‘ Day", also vor Allerheiligen gemeint. Allerheiligen ist am 1. November, folglich ist "All Hallows‘ Eve" der 31. Oktober – genau dann, wenn Halloween weltweit gefeiert wird.

Ursprünglich war also der 31. Oktober aber kein Gruseltag, sondern das Fest der christlichen Iren, die den Vorabend von Allerheiligen feierten. Und genau das soll es wieder werden: Das Bistum Aachen hat dies in diesem Jahr als Idee eingebracht und wir ermutigen auch unserer Kindergärten in der Innenstadtpfarrei von Fulda dazu. Halloween soll ein Fest für Kinder und Jugendliche sein, bei dem man der Heiligen, die unsere Kirche und den Glauben geprägt haben, gedenkt und zugleich Freude und Gemeinschaft erlebt.

Also christliches "Holyween" statt sinnentleertes "Halloween". Dabei verkleiden sich Kinder und Jugendliche als Heilige und bringen Segen für die besuchten Häuser. Und "Süßes oder Saures" darf natürlich auch da nicht fehlen! Es geht aber darum, Heilige wieder ins Bewusstsein zu rufen und deutlich zu machen, wo sie auch uns heute als Vorbilder dienen können. (Stefan Buß) +++

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Ein neuer Impuls von Stadtpfarrer Stefan Buß. Archivfoto: O|N / Hendrik Urbin


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