Viele Akteure haben für die Sicherheit und Gesundheit der Gäste auf der Landesgartenschau gesorgt. - Archivfoto: O|N/Carina Jirsch

FULDA Polizei, Security und Sanitätsdienst

Spaßvögel baden nachts im Whirlpool - Das sind die LGS-Zwischenfälle

07.10.23 - Ein Blick hinter die Kulissen: Seit Ende April strömen die Menschen aus nah und fern auf die Landesgartenschau. Mehr als 580.000 Gäste zählen die Organisatoren kurz vor Schluss. Für einen reibungslosen Ablauf im Alltag haben im Hintergrund viele verschiedene Akteure gesorgt. Darunter Polizei, Security, DRK und Malteser. Ihr Ziel: Einen Beitrag für Sicherheit, Wohlergehen und Gesundheit der Besucherinnen und Besucher zu leisten. 

Auf den Geländeteilen herrscht oftmals hohes Besucheraufkommen.

LGS-Pressesprecherin Patricia Bickert.

LGS-Pressesprecherin Patricia Bickert erklärt auf OSTHESSEN|NEWS-Nachfrage: "Gästen mit gesundheitlichen Problemen oder kleineren Verletzungen konnte dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten schnell und vorbildlich geholfen werden." 

Mit Blick auf das Sicherheitskonzept fällt die Bilanz insgesamt zufriedenstellend aus. "Es hat sich eindeutig bewährt. Tagsüber gab es beispielsweise durchaus Versuche, unbefugt das Gelände zu betreten. Dies konnte vom Sicherheitsdienst erfolgreich verhindert werden." Der ein oder andere Zwischenfall blieb im Laufe der Zeit nicht aus. "Auf der Suche nach alkoholischen Getränken gab es einmalig nachts einen Einbruch in die Pagoden des Gärtnermarktes im WasserGarten. Dabei wurde nur geringe Beute gemacht, darunter Wein, Bier beziehungsweise ein Taschenmesser, das als Familienerbstück einen eher immateriellen Wert hatte. Leider wurde auch eine Zeltplane zerschnitten." Es folgte eine Anzeige bei der Polizei. Und: "Spaßvögel haben nachts einen Badeversuch in den Whirlpools vorgenommen." 

Die Zeit nach der LGS: So geht es weiter

Der externe Sicherheitsdienst aus Wiesbaden hat sich bewährt.

Der Sicherheitsdienst bleibt laut Bickert im Einsatz, bis die Ausstellungsbeiträge in den einzelnen Parkteilen abgebaut sind. Alle Geländeteile werden nachts weiterhin bewacht. "Solange die Rückbau- und abschließenden Baumaßnahmen eine Sicherung der Geländeteile erforderlich machen, wird die Umzäunung zur Baustellensicherung genutzt. Die Zugangsmöglichkeit für Spaziergänger und Radfahrer wird erst dann hergestellt, wenn die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet ist", so die Pressesprecherin weiter. Lediglich der Zugang zum Torhaus und den "WirGarten" werde schnellstmöglich hergestellt.

Leiter der Polizeidirektion Fulda, Polizeidirektor Hans-Dieter Blum Foto: PPOH

Aus Sicht der Polizei: "Friedliche Landesgartenschau"

Polizeidirektor Hans-Dieter Blum, Leiter der Polizeidirektion Fulda, blickt auf eine friedliche Landesgartenschau zurück, "die vielen Besucherinnen und Besucher auf den Ausstellungsflächen und bei vielfältigen Veranstaltungen beeindruckende Erlebnisse in einer tollen Atmosphäre bot". Die fröhliche und freundliche Grundstimmung, so Blum, unterstrich das gewählte Motto "Fulda verbindet". 

Schwerpunktmäßig im Rahmen von Verkehrsmaßnahmen unterwegs

Zur Rolle der Polizei: "Wir waren frühzeitig in die Planungen zur LGS mit eingebunden und befanden uns hierzu von Anfang an in Sicherheitsfragen und Fragen rund um das Thema Straßenverkehr im engen Austausch mit der Stadt Fulda und dem Veranstalter." Die Sicherheit auf den Flächen der LGS sei primär Aufgabe des Veranstalters gewesen. "Natürlich waren wir anlassbezogen mit einer angemessenen Anzahl von Kolleginnen und Kollegen im Einsatz, um bedarfsweise zu unterstützten – schwerpunktmäßig im Rahmen von Verkehrsmaßnahmen rund um die Veranstaltungsflächen."   

Blum bilanziert: "Aus polizeilicher Sicht verlief die Landesgartenschau über den ganzen Sommer hinweg ruhig und ohne größere Vorkommnisse." Nur vereinzelt mussten strafrechtlich relevante Sachverhalte, wie beispielsweise Diebstähle, polizeilich aufgenommen werden.

Blaulichtwochenende als Veranstaltungshighlight

Für Jung und Alt gab es ein Programm auf dem Blaulichtwochenende. Fotos (3): Henrik Schmitt

Die Polizei zeigte auf unterschiedliche Weise Präsenz.

Auch die Einsatzfahrzeuge konnten bestaunt werden.

Fotos (3): Carina Jirsch

Das Blaulichtwochenende stand dabei, "ganz im Zeichen der Behörden und Hilfsorganisationen in Osthessen. Unsere Kollegen waren zahlreich vertreten und informierten an verschiedenen Beratungsständen rund um Präventionsthemen wie Cybersicherheit, Einbruchsschutz oder Trickbetrug." Das soll es aber nicht gewesen sein. "Auch die kleinsten Besucher kamen auf ihre Kosten, bastelten Streifenwagen und sicherten sich Leon-Tattoos. Darüber hinaus durften sie alle einen Blick in verschiedene Dienstfahrzeuge werfen und den Polizisten fleißig Fragen stellen."

Erwin: "Dank an alle Einsatzkräfte"

Christian Erwin, DRK-Kreisbereitschaftsleiter und Mitglied der DRK-Geschäftsleitung ...Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Tatkräftigen Einsatz zeigte stets das Team vom Sanitätsdienst. Hier fand eine Kooperation zwischen DRK und den Maltesern statt. Christian Erwin, DRK-Kreisbereitschaftsleiter und Mitglied der DRK-Geschäftsleitung in Fulda, verrät im O|N-Gespräch: "Aus unserer Sicht ist der Sanitätsdienst gut gelaufen und war stellenweise einfach nötig, besonders am Wochenende. Ich danke an der Stelle allen Einsatzkräften für ihren Dienst." Beispielsweise habe es bei einigen LGS-Gästen Kreislaufstörungen aufgrund der Hitze gegeben, aber auch kleinere Sturzunfälle seien keine Seltenheit gewesen - "eben alles, was auch täglich so passieren kann". 

Das DRK half den Besucherinnen und Besucherinnen aus. Archivfoto: O|N/Carina Jirsch

Niklas Hacker, Mitglied der DRK-Führungsgruppe und Rettungssanitäter. ...Archivfoto: O|N/Henrik Schmitt

Der mobile Sanitätsdienst-Wagen am "GenussGarten".

DRK-Rettungssanitäter Niklas Hacker schildert seine Eindrücke: "Ich habe die Zeit einerseits als positiv empfunden, andererseits war es teilweise ziemlich kraftaufwendig." Die LGS-Laufzeit inklusive der langen Wegstrecken sei natürlich eine Herausforderung gewesen. "Das alles verhält sich nochmal anders, als bei einem Fußballspiel von 90 Minuten." Mithilfe der E-Roller und E-Smarts konnten die Helfer jedoch schnell von A nach B kommen. "So mussten wir nicht mit dem Rettungswagen über das Gelände und die Fahrzeuge standen für andere Notfalleinsätze bereit." Mal folgten ruhige Tage, dann gab es wiederum alle Hände voll zu tun. "Das konnte man vorab nicht wirklich berechnen." Der 21-Jährige abschließend: "Generell hat die Arbeit unter den Hilfsorganisationen reibungslos funktioniert. Das war eine tolle Erfahrung." (Maria Franco) +++

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