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Am 23. August startet die SGB mit einem echten Kracherderby gegen TSG Lütter. - Fotos: Charlie Rolff

FULDA Frauen-Hessenliga steht in den Startlöchern

SGB-Coach Marcel Roßdeutscher (36): "Die Mädels haben richtig Bock"

10.08.25 - Er ist begeisterter Fußballer durch und durch und seit anderthalb Jahren nun schon Chefcoach der Hessenliga-Frauenmannschaft vom SV Gläserzell: Marcel Roßdeutscher aus Lauterbach (Vogelsbergkreis). Nach dem Zusammenschluss mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz vor einigen Monaten sind die Verantwortlichen positiv gestimmt und auch die Mädels freuen sich auf das, was künftig so kommt: "Es ist der richtige Schritt und kann ziemlich erfolgreich werden", so der 36-Jährige.

Die Spielerinnen kicken dann in den beiden gemeldeten Mannschaften mit: Erstere spielt neben den regionalen Vereinen wie die TSG Lütter und der TSV Pilgerzell in der Hessenliga mit - Letztere beweist sich in der Kreisoberliga. Im OSTHESSEN|NEWS-Sportgespräch plaudert der SGB-Trainer - der übrigens von Calvin Lazarus unterstützt wird - aus dem Nähkästchen und verrät, was sein Team so besonders macht. Was wollen die Frauen in Zukunft so erreichen?

Ab dem 23. August geht es für den SGB-Trainer Marcel Roßdeutscher um alles. ...Fotos (6): Victor Brühl

Roßdeutscher: "Das Potenzial vom Frauenfußball ist sehr groß."

Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS-Volontärin Julia Schuchardt plaudert der 36-Jährige ...

FOS-Praktikant Nicolas Kraus.

Ziel für die Saison: "Wir wollen den Klassenerhalt möglichst früh schaffen" ...

"Das Potenzial vom Frauenfußball ist sehr groß."

Frauenfußball hat großes Potenzial: "Die Mädels haben richtig Bock"

Marcel Roßdeutscher ist ein richtiger Fußball-Fanatiker, der in seiner Laufbahn schon so einiges vorzuweisen hat. Aktiv war er unter anderem beim VfL Lauterbach, der FSG Wartenberg, dem TSV Ilbeshausen sowie der FSG Vogelsberg und sammelte dort jede Menge wertvolle Erfahrungen. Seit anderthalb Jahren schon coacht er die Mädels vom SV Gläserzell und wollte dieses Amt keineswegs missen. "Das Potenzial vom Frauenfußball ist sehr groß. Man hat in der Region gute Anlagen und viele Mannschaften, die seit Jahren gut und beständig spielen. Die Mädels haben richtig Bock." Der gebürtige Lauterbacher lebt mit seiner Familie in Großenlüder-Bimbach (Landkreis Fulda) und ist von Beruf Projektleiter eines Softwareunternehmens. Eine Frauenmannschaft coacht Marcel zum ersten Mal: "Es macht wirklich total viel Spaß - ich verstehe mich mit jeder Spielerin."

Co-Trainer Calvin Lazarus.

"Wir sind eine bunte Truppe - die Atmosphäre ist sehr locker."

Für die Saison meldet die SGB nun zwei Mannschaften mit knapp 40 aktiven Spielerinnen. ...

"Ich bin froh, dass alles reibungslos verlaufen ist"

Nach dem erfolgreichen Probetraining Anfang Mai war der Zulauf ganz besonders groß und für die kommende Saison meldet die SGB nun zwei Mannschaften mit knapp 40 aktiven Spielerinnen. Nicht schlecht! "Unsere Jüngste ist gerade einmal 16 Jahre alt - unsere Älteste ist Anfang 40. Wir sind eine bunte Truppe, die Atmosphäre ist sehr locker." Neben einigen Frischlingen, aber auch Experten wie etwa Katharina Schick aus dem Regionalligateam von Holstein Kiel steigen zusätzlich drei Neuzugänge von der TSV Pilgerzell mit ein.

"Ich bin froh, dass alles relativ reibungslos verlaufen ist und jeder gut integriert wurde. Tatsächlich habe ich lieber ein paar mehr Mädels im Team, denn es kann gar nicht zu viel sein", schmunzelt Roßdeutscher gegenüber O|N. In der Vorbereitung auf den Saisonstart trainiert das Team rund dreimal - dazu kommen die einen oder anderen Testspieleinheiten. Am 23. August geht es dann um alles: Die SG Barockstadt muss gegen die TSG Lütter ran. "Das wird ein echtes Kracherderby", verspricht der Coach. "Ich hoffe, dass es ein Duell auf Augenhöhe ist und wir direkt die ersten Punkte holen."

Für die Saison 2025/26 wünscht sich der 36-jährige Coach: "Wir wollen den Klassenerhalt ...

"Sie machen das, weil es ihnen Spaß macht"

Für die Saison 2025/26 wünscht sich der 36-Jährige: "Wir wollen den Klassenerhalt so früh wie möglich klarmachen. Die Hessenliga-Saison wird ziemlich stark, aber auch ausgeglichen sein. Wir hoffen, dass wir schon früh über dem Strich stehen werden." Und mit dieser Mannschaft wird das auf alle Fälle möglich sein. "Die Mädels fühlen sich nicht gezwungen, Fußball zu spielen. Sie machen das, weil es ihnen Spaß macht. Sie sind ehrgeizig und weisen jede Menge Erfahrung vor."

Der Zusammenschluss mit der SGB ist natürlich für alle Beteiligten ein großer Schritt, doch für die Zukunft der Spielerinnen allemal von Vorteil. "Ein großes Dankeschön geht an Gläserzell, dass das alles so gut geklappt hat." Und so erfolgreich kann es doch auch in Zukunft weitergehen! (Julia Schuchardt)+++

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