Pius Baier im OSTHESSEN|NEWS-Sportgespräch - Fotos: Felix Weigl

REGION Besuch beim Billiardverein in Johannesberg

"Das war schon das geilste Gefühl" - Pius Baier wieder im O|N-Gespräch

21.08.26 - Ein Jahr ist vergangen, seit Pius Baier zuletzt zum OSTHESSEN|NEWS-Sportgespräch angetreten ist. Seitdem hat sich beim 18-Jährigen einiges getan. Der Billardspieler aus Gersfeld-Rengersfeld (Landkreis Fulda) sammelte bei internationalen Turnieren wichtige Erfahrungen und feierte weitere Erfolge. Sein Ziel bleibt dabei unverändert: Profi werden.

Besonders die Belgium Open sind ihm in Erinnerung geblieben. Nach einem schwachen Start bei den European Open konnte Baier in Belgien unter anderem Daniel Spahn, einen ehemaligen Weltmeister, schlagen. "Als ich das erste Mal einen Profi geschlagen habe, das ist dann halt schon das geilste Gefühl", erzählt er.

Weltspitze als Lernprozess

Auch in New Haven überzeugte der Nachwuchsspieler und landete in einem großen Teilnehmerfeld auf Platz neun. Zudem durfte er sich mit der absoluten Weltspitze messen. "Gegen die Nummer eins oder Nummer zwei der Welt zu spielen, das war schon eine schöne Erfahrung", sagt Baier.

Sein größter Erfolg bleibt allerdings der Vizemeistertitel bei der World Saudi Junior Championship. "Das ist mein größter Erfolg, den ich bisher hatte", betont der 18-Jährige. Mittlerweile wird er auch in seiner Heimat immer häufiger erkannt und auf seine Leistungen angesprochen.

O|N-Sportredakteur Nicolas Kraus spielte gegen Pius Baier.

Sechs Stunden Training sind keine Seltenheit

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. In den Ferien steht Baier teilweise sechs Stunden täglich am Tisch, an einem Tag trainierte er sogar neun Stunden am Stück. Sein Training besteht aus Positions-, Technik- und Rotationsübungen. Aktuell arbeitet er außerdem an seinem Stoß und einem ruhigeren Oberkörper.

"Für mich ist es nicht schwer, in sechs Stunden zu trainieren. Ich mache das einfach", sagt Baier. Unterstützt wird er dabei weiterhin von der SG Johannesberg. Dort hat er seine ersten Schritte gemacht, trainiert regelmäßig und spielt in der Mannschaft. "Der Verein ist sehr, sehr wichtig", erklärt er.

Billard, Abitur und der große Traum

Sportlich steht aktuell eine etwas ruhigere Phase an. Im August geht es für Baier nach Italien zur Euro-Tour nach Treviso. Gleichzeitig wartet im kommenden Jahr das Abitur. Deshalb will er seinen Turnierkalender etwas reduzieren, das Training aber weiter durchziehen.

Der Traum vom Profi bleibt ohnehin bestehen. "Das ist auf jeden Fall noch ein langer Weg", weiß Baier. Die internationalen Turniere helfen ihm dabei, Erfahrung zu sammeln und das Niveau der Besten kennenzulernen. Sein Weg ist noch lange nicht beendet - doch die Richtung stimmt. (Nicolas Kraus) +++

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