Hebamme Christine Stephan liebt ihren Beruf ... - Fotos: Nina Bastian

FULDA Profis bei der Arbeit (52)

Christine Stephan bringt als Hebamme das Glück auf den Weg

SERIE "PROFIS BEI DER ARBEIT"Die Arbeitswelt bei uns in Osthessen ist bunt und vielfältig. Ob stinknormaler Job oder ein ganz ausgefallener Beruf - die Redaktion von OSTHESSEN|NEWS hat sich in der Region umgeschaut und viele interessante Menschen getroffen, die von ihrem ganz persönlichen Arbeitsplatz erzählt haben. Lassen Sie sich überraschen.

18.09.17 - Christine Stephan ist für viele Mütter und Väter der Fels in der Brandung, das Lexikon der Schwangerschaft, die Beraterin für Ernährung in der Schwangerschaft, die Medizinerin - und vor allen Dingen ein Sonnenschein. Seit elf Jahren ist die 32-Jährige ausgelernte Hebamme und steht zusammen mit ihrem fünfköpfigen Team in der Hebammenpraxis "Lieblingskind" Frauen in der Zeit des Mutterwerdens und des Mutterdaseins beratend zur Seite.

Als Christine sieben Jahre alt war, bekam ihre Mutter ihre kleine Schwester. "In den ersten zehn Tagen nach der Geburt besuchte uns eine Hebamme zuhause. Es war schön zu sehen, wie sie sich um meine Mutter und meine Schwester kümmerte." Ab diesem Zeitpunkt verfolgte die damals Siebenjährige ihren Berufswunsch Hebamme. Neben etlichen Praktika, zum Beispiel auf der Neugeborenen Station im Herz-Jesu-Krankenhaus, absolvierte sie zunächst ihre Fachhochschulreife und anschließend die dreijährige Ausbildung zur Hebamme. Nach der Ausbildung war Christine im Kreißsaal des Klinikums angestellt. Nach einem Jahr machte sie sich als freie Mitarbeiterin mit Beleggeburten in einer Hebammenpraxis selbstständig.

...nicht nur wegen der Betreuung von ...

weil ihr die Arbeit mit den ...

Der kleine Leo und seine Mama ...

Im Dezember 2010, dreieinhalb Jahre später, dann der Rückschlag: Aufgrund der hohen Haftpflichtversicherung musste die Hebamme ihre Selbstständigkeit mit Beleggeburten aufgeben. Doch sie ließ sich nicht unterkriegen und wagte den Schritt zur Gründung einer eigenen Praxis. Das eigentliche Handwerk, Kinder auf die Welt zu bringen, musste Christine komplett niederlegen. "Es tut weh, bei der Geburt des Glückes nicht mehr helfend zur Seite stehen zu können, doch dank Smartphone halten mich die werdenden Eltern oft auf dem Laufenden." Als Hebamme unterliegt man einer Fortbildungspflicht.

Als Hebamme hört man den Schwangeren ...

Den Mutterpass zu kontrollieren gehört ebenfalls ...

60 Stunden müssen die Hebammen in drei Jahren an Fort- und Weiterbildungen vorweisen. Innerhalb der Praxis "Lieblingskind" bietet das fünfköpfige Team Geburtsvorbereitungen, Beratung und Hilfe in der Schwangerschaft, Yoga für Schwangere, die Nachbetreuung zu Hause, Rückbildungsgymnastik, Trageberatung, Babymassage, Babyschwimmen, Babysteps-Kurse, Krabbelgruppen, Beikostberatung und Kangatraining an. Eindeutig erkennbar: Der Tätigkeitsbereich einer Hebamme ist sehr abwechslungsreich.

"Die Frauen melden sich bereits kurz nach einem positiven Schwangerschaftstest“, erklärt die Hebamme. Aus diesem Grund hat sie knapp zwei Jahre mit den Frauen zu tun. Aktuell betreut sie um die fünf Mütter pro Monat, manche sogar schon während der dritten Schwangerschaft. "Ich sehe die Kinder dann teilweise aufwachsen, lerne die Geschwister kennen und bin in den privatesten Momenten mit dabei." Das Zwischenmenschliche müsse zwischen der Schwangeren und der Hebamme einfach stimmen, erzählt die zweifache Mutter im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS

"Doch der Beruf bringt auch schwierige Momente mit sich." Christine lässt sich jedoch dadurch nicht davon abbringen, für die Frauen da zu sein und Trost zu spenden. "Zum Glück überwiegt das Schöne in meinem Beruf." Aus Erfahrung weiß die ausgebildete Hebamme, welche Charaktereigenschaften in diesem Job unabdingbar sind: "Man sollte selbst sehr positiv eingestellt sowie kontaktfreudig sein.“ Man trage eine hohe Verantwortung und empfängt dafür eine große Dankbarkeit von den Frauen.

Ein ganz besonderes Ereignis bestätigt die Hebamme jeden Tag aufs Neue, ihren Beruf auszuüben: Ihre erste Geburt. "Zu diesem Zeitpunkt wurde ein neues Gebäude am Herz-Jesu-Krankenhaus angebaut. Kurz nach der Geburt schaute ich aus dem Fenster und konnte einfach nicht begreifen, wieso die Arbeiten auf der Baustelle weitergingen - denn für mich blieb in diesem Moment die Welt stehen." Mit ihrer Leidenschaft hat Christine auch ihre kleine Schwester angesteckt, welche damals der Grund für diesen Beruf war. Sie ist nun auch, genau wie ihre große Schwester, Hebamme aus Leidenschaft. (Nina Bastian) +++

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